Forschung

Entwicklung und Forschung rund um die Peter Hess-Klangmethoden. Der Europäische Fachverband Klang-Massage-Therapie e.V. hat sich der inhaltlichen Weiterentwicklung der Peter Hess-Klangmethoden ganz im Sinne seines Mottos „Aus der Praxis für die Praxis“ sowie der allgemeinen Interessenvertretung der Peter Hess-Klangmassagepraktikerinnen und -praktiker verschrieben.


In enger Kooperation mit dem Peter Hess Institut (PHI) unterstützt der Europäische Fachverband Klang-Massage-Therapie e.V. Untersuchungen und Forschungsprojekte zu den Peter Hess-Klangmethoden und trägt im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zu deren Verbreitung bei. Bislang wurden folgende Forschungsprojekte und Untersuchungen durchgeführt:

• Projekt „Klang-Pause“, 2009 sowie 2010/20011
• Klangmassage und Messung der Herzratenvariabilität, 2010
Zellen und Klang, 2009
Neuronale Wirkung der Peter Hess-Klangmassage, 2009
• Einsatz von Klangschalen und Klangmassage auf der Intensivstation, 2008
Klangcoaching an Berufsschulen, 2007/2008
• Der Einsatz klangpädagogischer Settings im therapeutischen Rahmen innerhalb der stationären
  Kinder- und Jugendhilfe
, 2007/2008
• Einsatz von Klangschalen nebst Gong und Zimbeln in der pädagogischen Situation, 2007
Peter Hess-Klangmassage als Methode der Stressverarbeitung und ihre Auswirkungen auf das
  Körperbild, 2007
• Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern. Dargestellt am Beispiel der
  Klangpädagogik nach Peter Hess, 2007
Peter Hess-Klangtherapie in einer polnischen Strafanstalt, 2006
• Erste systematische Befragung von Klangmassagepraktikern/innen zur Anwendung der
  Klangmassage, 2002

Über diese Untersuchungen und Forschungsprojekte hinaus, liegen zahlreiche Einzelfallberichte  aus den unterschiedlichsten Feldern vor.

Projekt „Klang-Pause“
Ein Projekt von Prof. Dr. Hella Erler und Prof. Dr. Luis Erler, 2009 und 2010/2011

Prof. Dr. Hella Erler und Prof. Dr. Luis Erler führten 2009 das Pilotprojekt „Klang-Pause Regensburg 2009“ durch. An dem Projekt nahmen zehn Lehrer/innen und vier Erzieher/innen teil. Die durchwegs positiven Rückmeldungen ermutigten sie dazu, dass sie in der großen Diskussion über Lärm und Stress im Kindergartenalltag (Streik) der Fachabteilung für Kindertagesstätten im Schul- und Kultusreferat der Landeshauptstadt München einen ähnlichen Versuch vorschlugen.
Die Idee fand Resonanz und das Projekt „Klang-Pause München 2010/2011“ startete. Es nahmen 20 Erzieherinnen aus ebenso vielen städtischen Kindertageseinrichtungen der Stadt München teil.
Die Ergebnisse dieses Projektes weisen darauf hin, dass der regelmäßige Einsatz der Klang-Pause positive Auswirkungen auf Entspannung, Ruhe, Konzentration der Kinder hat und zu einer Verminderung aggressiven Verhaltens führt. Die Klang-Pause unterstützt damit das Entstehen einer lernfreudigen Atmosphäre.
Darüber hinaus berichteten die Erzieherinnen, dass sie selbst positive Veränderungen in ihrem Stresserleben beobachten konnten. Auch das Team konnte von dem Projekt profitieren und die Eltern zeigten deutliches Interesse.
Mehr lesen hier: PDF-Datei der Powerpointpräsentation vom 5. Klangkongress in Dortmund von Prof. Luis Erler. 

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:
• Erler, Hella / Erler, Luis (2010): Projekt „Klang-Pause Regensburg 2009.
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 30-34.


Klangmassage und Messung der Herzratenvariabilität
Ein Projekt von Andreas Rehländer in Kooperation mit dem Peter Hess Institut, 2010

2010 führte Andreas Rehländer Messungen der Herzratenvariabilität während einer Intensivausbildung und bei verschiedenen Klangmassagen durch. Zum Teil wurden dabei die Werte sowohl von Kunden/Klienten als auch vom Klangmassagepraktiker gemessen. Die Ergebnisse der Messungen weisen insgesamt auf die ausgleichende und entspannende Wirkung der Klangmassage hin. Sie geben darüber hinaus, ähnlich der Untersuchung von Dr. Kerstin Gommel, Hinweise auf die große Bedeutung, die der Gestaltung des Settings und der Aufmerksamkeit von Seiten des Klangmassagepraktikers zukommt. Hierin finden die Prinzipien für die Peter Hess-Klangmethode Bestätigung.
 

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:
• Rehländer, Andreas (2010): Die Peter Hess-Klangmassage. Eine höchst effektive Methode
  gegen Stress – zur Förderung der inneren Ressourcen.
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 30-34.


Zellen und Klang
Eine Untersuchung von Prof. Dr. Maria Anna Pabst, Medizinische Universität Graz, 2009

Prof. Dr. Maria Anna Pabst, Universitätsprofessorin für Zellbiologie, Histologie und Embryologie der Medizinischen Universität Graz, führte 2009 eine Untersuchung zur Wirkung von Klängen (Peter Hess® Therapieklangschale: Herzschale) auf Zellen in Zellkulturen durch. Diese Untersuchung zeigt, dass die Schwingungen der Klangschalen einen Einfluss auf bestimmte Zellfunktionen ausüben. Es konnten erste Hinweise auf eine tendenziell aktivierende Wirkung der Klänge gefunden werden. Denn es zeigte sich, dass die gesamte Zellzahl nach Beschallung und die Anzahl der lebenden Zellen gegenüber der Kontrollgruppe signifikant höher waren. Ferner konnte beobachtet werden, dass die Menge der Zelltrümmer nach Beschallung ungefähr gleich wie bei der Kontrollgruppe war, die Zahl der toten Zellen jedoch leicht gesenkt war.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Pabst, Maria Anna (2010): Zellen und Klang.
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 25-29.


Neuronale Wirkung der Peter Hess-Klangmassage
Eine Untersuchung von Dr. Kerstin Gommel, 2009

2009 führte die Ärztin Dr. med. Kerstin Gommel Messungen der Gehirnstromaktivitäten in Kombination mit Wahrnehmungstests während einer Intensivausbildung sowie dem dazugehörigen Abschlussseminar (3 Monate später) durch. Die Ergebnisse der Probanden im Vergleich zur Kontrollgruppe weisen auf die harmonisierende, Konzentration steigernde Wirkung der Klangmassage hin. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass die Haltung (innere Bilder) und achtsame Zuwendung durch den Klang-Gebenden die Wirkung deutlich beeinflusst.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Gommel, Kerstin (2010): Neuronale Wirkung der Peter Hess-Klangmassage.
   In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 20-24.

Dr. Gommel stellte die Untersuchung am 5. Klang-Kongress 2011 in Dortmund vor.
Ein Mitschnitt des Vortrages auf der Kongress-DVD „5. Klang-Kongress 2011. Das Gesunde fördern – professionell mit Klang arbeiten!“ ist im Verlag Peter Hess erhältlich.


Einsatz von Klangschalen und Klangmassage auf der Intensivstation
Eine Dokumentation von Harald Tietzer am AKH Wien, 2008

Der diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger Harald Tietz dokumentierte 2008 den Einsatz von Klangschalen und Klangmassage auf der Intensivstation 13i2 des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Wien. Zehn Patienten, die wach und bei Bewusstsein waren, erhielten von ihm Klangmassagen und wurden anschließend befragt. 90 Prozent der Teilnehmenden gaben an, sich während der Klangmassage „gut fallenlassen“ zu können. Bei der wiederholten Befragung nach einer Stunde fühlte sich ein Großteil der Patienten immer noch relativ ausgeglichen, aktiv und motiviert. Diese Befragung zeigt, dass die Patienten in der oft als belastend empfundenen Atmosphäre einer Intensivstation von den Klängen profitieren.
Ausgewählte Fallbeispiele zeigen, dass auch die Bettnachbarn und die Pflegekraft selbst das Angebot der Klangmassage als wohltuend empfinden.
Erfahrungen aus anderen Kliniken zeigen, dass sich die Klangmassagen auch positiv auf das Schlafverhalten und damit häufig auch auf die benötigten Schlaf- und Schmerzmittel auswirken, welche oft reduziert werden können. Zudem wird häufig berichtet, dass die Motivation der Patienten, sich aktiv am Heilungsprozess zu beteiligen, steigt. Als komplementäre Methode kann die Klangmassage also sinnvoll und effektiv Heilungsprozesse unterstützen.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Titzer, Harald (2010): Klangmassage auf der Intensivstation.
   In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 60-63.


Klangcoaching an Berufsschulen
Ein Projekt von Andrea Laake und Mark Fürst, 2007/2008

Konkrete Einblicke in die Umsetzung der klangpädagogischen Lernberatung im Rahmen von Klangcoaching an Berufsschulen gibt das 2007/2008 von der Diplom-Handelslehrerin Andrea Laake zusammen mit ihrem Kollegen Mark Fürst durchgeführte Projekt. Es wurde an der Berufsbildenden Schule Münden durchgeführt. Die teilnehmenden Jugendlichen zählen zu der Gruppe junger Menschen, die auf dem klassischen (ersten) Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind und entsprechende „Qualifizierungsmaßnahmen“ erhalten. Die Situation wird von vielen Jugendlichen als stigmatisierend und belastend empfunden. Daher erhalten die Jugendlichen in Münden parallel zur vollzeitschulischen Qualifikation bei Wunsch auch Einzel-Coaching, das hier einen Gegenpol schaffen möchte. Im Rahmen dieses Coachings kamen ausgewählte klangpädagogische Settings zum Einsatz. Es sollte untersucht werden, ob diese den Coachingprozess begünstigen. Die Ergebnisse der Befragung der Jugendlichen bestätigen die positiven Auswirkungen der Klangarbeit. Zusammenfassend wird das Klangcoaching von Andrea Laake und Mark Fürst als sinnvolles „Angebot auf einem Weg zu mehr Lernmotivation, emotionaler Zufriedenheit sowie Selbstwirksamkeit durch Stärkung des subjektiven Selbstkonzeptes“ beschrieben.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Laake, Andrea / Fürst, Mark (2010): Klangcoaching an Berufsschulen.
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 44-48.


Der Einsatz klangpädagogischer Settings im therapeutischen Rahmen innerhalb der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Ein Pilotprojekt des Peter Hess Institutes in Kooperation mit Gabriele Ehnis, 2007/2008

Dieses Projekt ist im pädagogisch-therapeutischen Feld anzusiedeln. Die in der Peter Hess-Klangpädagogik ausgebildete Psychotherapeutin Gabriele Ehnis setzte ab 2007 im Therapieangebot für fünf jugendliche Mädchen und Jungen klangpädagogische Settings gezielt ein. Die aus zerrütteten Familienverhältnissen stammenden Jugendlichen, die in einer Einrichtung der stationären Kinder- und Jugendhilfe lebten, wurden selbst befragt. Darüber hinaus wurden auch Lehrer und Erzieher in die Untersuchung eingebunden. Gabriele Ehnis fasst die ersten Ergebnisse des Projektes dahingehend zusammen, dass die Integration der Klangarbeit in den therapeutischen Prozess (i.d.R. 14 Einzelsitzungen) den Beziehungsaufbau zu den Jugendlichen erleichterte und beschleunigte. Sie beobachtete weniger „Widerstände“ und damit einhergehend eine erhöhte Therapiebereitschaft bei den Jugendlichen. Die Klänge scheinen hier den Austausch auf einer unbewussten, nonverbalen Ebene zu begünstigen. Die Klangmassage und die klangpädagogischen Settings ebnen ihrer Meinung nach den Weg zur Körperarbeit, die im Rahmen des Therapieangebots oft zum Einsatz kommt. Auch sie selbst habe als Therapeutin von den Klängen profitiert. Die Klänge tun gut, unterstützen die eigene Resonanzbereitschaft zu den Jugendlichen und helfen so, Energie und Kraft zu sparen und die Freude an der Arbeit zu bewahren.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Ehnis, Gabriele (2010): Pilotprojekt zum Einsatz klangpädagogischer Settings im

  therapeutischen Rahmen innerhalb der stationären Kinder- und Jugendhilfe.

  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 49-55.


Einsatz von Klangschalen nebst Gong und Zimbeln in der pädagogischen Situation
Magisterarbeit an der Technischen Universität Dresden von Daniela Richter, 2007

Daniela Richter (M.A.) beschäftigte sich 2007 im Rahmen ihrer Magisterarbeit mit Erfahrungsberichten praktizierender Klangpädagoginnen. Die Ergebnisse einer Interviewanalyse verdeutlichen den Stellenwert ganzheitlichen Lernens im Rahmen der Klangpädagogik. Diese fanden im Rahmen der untersuchten Erfahrungsberichte zum Beispiel Anwendung in berufsbildenden Schulen, insbesondere zur Prüfungsvorbereitung und auch Nachbereitung, in der Arbeit mit körperlich und geistig behinderten Menschen, in Kindergärten und Grundschulen sowie bei der Ausbildung von Studienreferendaren. Eine zentrale Ausrichtung kam dabei dem Thema Urvertrauen, Förderung der eigenen Körperwahrnehmung, dem achtsamen Umgang mit der eigenen Fantasie sowie der Ausrichtung auf das Positive zu. 

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Richter, Daniela (2010): Der Einsatz von Klangschalen nebst Gong und Zimbeln in der

  pädagogischen Situation.
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 42-43.


Peter Hess-Klangmassage als Methode der Stressverarbeitung und ihre Auswirkungen auf das Körperbild
Eine Untersuchung des Europäischen Fachverbandes Klang-Massage-Therapie e.V. in Kooperation mit dem Institut Dr. Tanja Grotz, 2007

2007 wurde gezielt untersucht, ob regelmäßige Peter Hess-Klangmassagen eine Auswirkung auf die Stressverarbeitung und das Körperbild der Probanden haben und wenn ja welche.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung konnten die positive Wirkung der Klangmassage erstmals empirisch belegen. Die Stressverarbeitung des Menschen kann positiv sein, z.B. durch Entspannung, sie kann sich aber auch negativ auswirken, beispielsweise wenn die Gedanken sich im Karussell drehen und nicht mehr zur Ruhe kommen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass die Stressmaßnahmen, die zur Reduzierung von Stress beitragen, zunahmen, wohingegen die Maßnahmen, die den Stress noch zusätzlich erhöhen, sanken. Das heißt, die Probanden konnten durch die regelmäßigen Klangmassagen besser mit Stress umgehen. Auch das Körperbild wurde verbessert. Die Einstellung und Wahrnehmung zum eigenen Körper wurde positiv beeinflusst und die Probanden schätzten ihre Kraft, Fitness und Gesundheit besser ein und gaben an, aktiver zu sein. Besonders hervorzuheben ist, dass es laut der Ergebnisse zu keinerlei negativen Auswirkungen der Intervention kam. Vielmehr fanden sich zum Teil sogar Hinweise auf Langzeiteffekte der positiven Auswirkungen, was auf die Nachhaltigkeit dieser Methode deutet. Die Ergebnisse decken sich weitestgehend mit Berichten aus der Praxis.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:
• Koller, Christina M. / Grotz, Tanja (2009): Peter Hess-Basis-Klangmassage als Methode der

  Stressverarbeitung und Auswirkungen auf das Körperbild. Uenzen: Verlag Peter Hess.

  Ringbuch DIN A 4, 90 Seiten.

• Koller, Christina M. / Grotz, Tanja (2010): Mit der Peter Hess-Klangmassage Stress abbauen

  und die Gesundheit stärken.
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010, S. 15-29.

• Koller, Christina M. / Grotz Tanja (2010):, Peter Hess-Basis-Klangmassage als Methode der

  Stressverarbeitung und Auswirkungen auf das Körperbild.
  In: Hess, Peter / Koller, Christina M. (2010): Peter Hess-Klangmethoden im Kontext von
  Forschung und Wissenschaft. Uenzen: Verlag Peter Hess. 222 Seiten.


Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern. Dargestellt am Beispiel der Klangpädagogik nach Peter Hess.
Doktorarbeit von Dr. phil. Christina M. Koller an der Universität Bamberg, 2007

Von 2001 bis 2006 wurde die Curriculum der berufsbegleitenden, pädagogischen Weiterbildung „Klangpädagogik nach Peter Hess“ im Rahmen einer Doktorarbeit von Christina M. Koller untersucht.
Diese Arbeit kann als Grundlagenarbeit für die Forschung zum Thema Klangarbeit allgemein verstanden werden, denn sie gibt erstmals einen umfassenden Überblick zu den Hintergründen dieses Feldes. Sie zeigt auf, welche Annahmen zur Wirkung von Klängen bestehen und welch großes Angebot an Klangmethoden am Markt zu finden ist. Basierend auf diesen Ausführungen wird neben der Untersuchung der Curriculumentwicklung anhand vier konkreter Fallbeispiele Einblick in die Methode der „Klangpädagogik“ gegeben. Die Arbeit bestätigt die Annahme, dass es sinnvoll ist, Klänge im pädagogischen Kontext zu verwenden. 

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Koller, Christina M. (2007): Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern.
  Dargestellt am Beispiel der Klangpädagogik nach Peter Hess. Dr. Kovac: Hamburg.
  407 Seiten. Erhältlich im Verlag Peter Hess
 
• Koller, Christina (2006): Klänge in der Pädagogik?
  In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 5/2006. S. 48-53.

 
Peter Hess-Klangtherapie in einer polnischen Strafanstalt
Untersuchung von Dr. Anetta Jaworska von der Pomorska Akademia Pedagogiczna in Slupsk (Polen), 2006

2006 führte Dr. Jaworska eine Untersuchung in einer polnischen Strafanstalt durch. Die Insassen erhielten regelmäßig Entspannungsangebote mit Klang (Klangschalen, Gongs, Zimbeln) und Klangmassage. Die Ergebnisse konnten verschiedene positive Auswirkungen belegen. Es kam beispielsweise deutlich seltener zu selbstaggressivem Verhalten und auch die Aggressivität unter den Insassen nahm ab. Aus einer Befragung der Probanden ging hervor, dass sie weniger unter Ängsten und depressiven Verstimmungen litten und es auch während der Intervention keine Selbstmorde/-versuche gab. Dr. Anetta Jaworska spricht sich aufgrund der Untersuchungsergebnisse dafür aus, mittels Klängen und Klangmassage den Resozialisierungsprozess zu unterstützen.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Jaworsk, Anetta: Peter Hess-Klangtherapie in Strafanstalten.
   In: Fachzeitschrift 7/2010, S. 56-59.


Erste systematische Befragung von Klangmassagepraktiker/innen zur Anwendung der Klangmassage
Pilotstudie des Instituts für Klang-Massage-Therapie, 2002

2002 wurde vom damaligen Institut für Klang-Massage-Therapie (heute Peter Hess Institut) eine erste systematische Befragung von 266 Peter Hess-Klangmassage-praktikern/-innen zu ihren Erfahrungen mit der Klangmassage durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten auf, dass die Klangmassage als eine sehr angenehm empfundene Entspannungsmethode nicht nur Wohlbefinden fördert, sondern auch positiv auf Stress bedingte Beschwerden wirkt. Hierzu zählen z.B. Kopf- und Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit oder innere Unruhe. Folgende Tabelle gibt einen Einblick zu den häufig genannten Beschwerden von Kunden/Klienten, die die Klangmassage zur Entspannung nutzen möchten. 

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden veröffentlicht in:

• Koller, Christina / Hess, Peter / u.a. (2005): Klangmassage nach Peter Hess® in der Praxis.

  Erhebung zur Anwendung in der Praxis durchgeführt am Institut für Klang-Massage-Therapie.

  Verlag Peter Hess: Uenzen. 96 Seiten.

• Koller, Christina (2003): Erhebung zur Anwendung der Klangmassage nach Peter Hess®.
   In: Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 3/3003. S. 34-36.

TIPP
Fast alle der hier genannten Untersuchungen werden ausführlich in der Fachzeitschrift KLANG-MASSAGE-THERAPIE 7/2010 vorgestellt.


Das Thema „Peter Hess-Klangmethoden im Kontext von Forschung und Wissenschaft“;
Verlag Peter Hess: wird ferner in dem gleichnamigen Buch von unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und bietet umfassende Hintergrundinformationen für die Praxis.


Weitere Informationen rund um die Peter Hess-Klangmethoden finden Sie ferner in der Informations- und Pressemappe des Peter Hess Instituts.

 


*Peter Hess ist eine europaweit geschützte Marke.

 



 


 
 
In enger Kooperation mit dem Peter Hess Institut trägt der Verband im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit durch Veröffentlichung von Publikationen sowie Forschungen rund um die Peter Hess-Klangmethoden bei.

So führte der Europäische Fachverband Klang-Massage-Therapie e.V. in Kooperation mit dem Institut Dr. Tanja Grotz erstmals eine wissenschaftliche Untersuchung zur „Peter Hess-Basis-Klangmassage als Methode der Stressverarbeitungen und Auswirkungen auf das Körperbild“ durch. Die Ergebnisse der Studie werden durch erste Forschungen des Peter Hess Institutes in Kooperation mit der Autonom Health® GesundheitsbildungsGmbH (Wien) bestätigt.

Eine wichtige Grundlage für diese Forschungen bildet die Dissertation „Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern. Dargestellt am Beispiel der Klangpädagogik nach Peter Hess“ von Dr. Christina M. Koller. Sie gibt in dieser Arbeit u.a. einen ausführlichen Überblick zu den aktuell bestehenden verschiedenen Ansätzen und Methoden der „Klangarbeit“ sowie zu den unterschiedlichen Annahmen zur Wirkung von Klängen.

Im Folgenden sind ausführliche Informationen zu einzelnen Projekten zu finden.

Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern

Dargestellt am Beispiel der Klangpädagogik nach Peter Hess

Seit geraumer Zeit entsteht ein Aus- und Weiterbildungsangebot, das Methoden vermittelt, die Klänge in den verschiedensten Bereichen, auch in pädagogischen Arbeitsfeldern, einsetzen. Diese neuen Methoden versuchen mit Hilfe von Klängen gezielt Erziehungs- und Entwicklungsprozesse zu unterstützen. Darüber hinaus werden sie auch innerhalb der Lern- und Wahrnehmungsförderung sowie der vortherapeutischen Begleitung und Beratung von Menschen in Krisen angewendet.

Diese Entwicklung findet bislang von wissenschaftlich-pädagogischer Seite kaum Beachtung. Die Arbeit von Dr. Christina M. Koller beschäftigt sich daher mit der Frage, ob es sinnvoll ist, Klänge in pädagogischen Arbeitsfeldern einzusetzen. Darüber hinaus werden Hypothesen entwickelt, die dazu beitragen, Grundlagen zur Wirkung von Klängen zu schaffen. Ferner wird im Sinne einer Qualitätssicherung der neu entstehenden pädagogischen Praxis exemplarisch die Weiterbildung Klangpädagogik nach Peter Hess untersucht.

Der ausführliche Literaturteil der Arbeit gibt erstmals einen umfassenden Überblick zu den Hintergründen rund um den Einsatz von Klängen, vor allem im Bereich Pädagogik, aber auch hinsichtlich angrenzender Disziplinen wie Therapie und Medizin. Nach einer einführenden Begriffsklärung, wird ein Einblick in die Instrumentenkunde von Klangschalen, Gongs und Zimbeln gegeben, wie sie in der Klangpädagogik Verwendung finden. Darüber hinaus werden die verschiedenen Annahmen zur Wirkung von Klängen sowie die zahlreichen Klangverfahren und -techniken, wie sie inzwischen in der Praxis zum Einsatz kommen, dargestellt.

Ferner geben vier ausführliche Fallstudien dem Leser einen Einblick in die Praxis der beispielhaft gewählten und inzwischen als Peter Hess-Klangpädagogik bezeichneten Methode.

Die Ergebnisse der Literaturarbeit sowie der Fallstudien können die Annahme erhärten, dass es sinnvoll ist, Klänge in pädagogischen Arbeitsfeldern einzusetzen. Darüber hinaus tragen sie zur Erweiterung der Fragestellung zur Wirkung von Klängen im Bereich Erziehung, sowohl in der Familie als auch in Institutionen bei und führen zur Generierung von Hypothesen, die weit über diese Arbeit hinausgehen.

Christina KollerDr. Christina M. Koller
Dipl. Sozialpädagogin (FH), promovierte an der Universität Bamberg (Pädagogik) zum Thema „Der Einsatz von Klängen in pädagogischen Arbeitsfeldern. Dargestellt am Beispiel der Klangpädagogik nach Peter Hess“ (Dr. Kovac Verlag, 2007, ISBN: 978-3-8300-2852-9). Als langjährige Mitarbeiterin am Peter Hess Institut wirkte sie an verschiedenen Fachpublikationen und Forschungsprojekten mit.
E-Mail: christina.koller@peter-hess-institut.de

 

Mit der Peter Hess-Klangmassage Stress abbauen und die Gesundheit stärken

Eine Pilotstudie des Europäischen Fachverbandes Klang-Massage-Therapie e.V. in Kooperation mit dem Institut Dr. Tanja Grotz

Erstmals wurde die Wirkung der Peter Hess-Klangmassage auf Stressverarbeitung und Körperbild wissenschaftlich untersucht. Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung der kompletten Studie, die auch auf der Fachverbands-Webseite bestellt werden kann. Die Peter Hess-Klangmassage nutzt genau dieses alte und für uns heute doch neue Wissen. Sie kann als ganzheitliche Entspannungsmethode helfen, Stress abzubauen und damit die eigene Gesundheit zu stärken.

Methodische Umsetzung
Die Untersuchungsteilnehmer/-innen wurden jeweils vor der 1. Klangmassage (=Messzeitpunkt (MZP) 1), nach der 5. Klangmassage (=MZP 2) sowie weitere fünf Wochen (in denen keine weitere Intervention erfolgte) nach der letzten Klangmassage (=MZP 3) mittels standardisierten Methoden befragt. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Auswirkung der Klangmassagen auf Stressverarbeitung und Körperbild der Probanden.

Dies konnte kürzlich in einer Studie mit 200 Probanden auch erstmals wissenschaftlich belegt werden. In dieser Untersuchung, die vom Europäischen Fachverband Klang-Massage-Therapie e.V. in Kooperation mit dem Institut Dr. Tanja Grotz (Kollnburg) durchgeführt wurde, erhielten die teilnehmenden Frauen und Männer im Alter von 21 bis 78 Jahre, im wöchentlichen Rhythmus von ausgebildeten und autorisierten Klangmassagepraktikern/-innen fünf Peter Hess-Basis-Klangmassagen.

Die Untersuchungsteilnehmer/-innen wurden jeweils vor der ersten Klangmassage und nach der fünften Klangmassage sowie 5 Wochen nach der letzten Klangmassage (in denen keine weitere Intervention erfolgte) mittels standardisierten Methoden befragt.

Definition: Stressverarbeitung
Stress gehört zum alltäglichen Leben und ist nicht grundsätzlich als negativ zu bewerten. Wenn Stress jedoch lange anhält oder chronisch wird, ist Vorsicht geboten. Wir verfügen alle über verschiedene Strategien, um mit Stress umzugehen. Diese so genannten Stressverarbeitungsmaßnahmen sind jedoch nicht immer positiv, sondern tragen manchmal sogar noch zur Verstärkung von Stress bei.

Der verwendete »Stressverarbeitungsfragebogen nach Janke und Erdmann« (SVF 120, 1997), der im Rahmen dieser Studie zum Einsatz kam, erfasst daher folgende drei Tendenzen von Stressverarbeitungsmaßnahmen: 

  • Positive Stressverarbeitungsmaßnahmen, die zur Minderung von Stress beitragen (z.B. »Entspannung«).
  • Negative Stressverarbeitungsmaßnahmen, die Stress vergrößern (z.B. »Gedankliche Weiterbeschäftigung«).


Abb. 1: Grafische Darstellung vom Ablauf des Forschungsprojektes. (MZP = Messzeitpunkt
)

Erhebungsinstrumente
Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Auswirkung der Klangmassagen auf Stressverarbeitung und Körperbild der Probanden. Stress gehört zum alltäglichen Leben und ist nicht grundsätzlich als negativ zu bewerten. Wenn Stress jedoch lange anhält oder chronisch wird, ist Vorsicht geboten. Wir verfügen alle über verschiedene Strategien, um mit Stress umzugehen. Diese so genannten Stressverarbeitungsmaßnahmen sind jedoch nicht immer positiv, sondern tragen manchmal sogar noch zur Verstärkung von Stress bei. Der »Stressverarbeitungs-fragebogen (SFV 120) nach Janke und Erdmann« (1997), der im Rahmen dieser Studie zum Einsatz kam, erfasst daher drei Tendenzen von Stressverarbeitungsmaßnahmen:

  • Positive Stressverarbeitungsmaßnahmen, die zur Minderung von Stress beitragen (z.B. »Entspannung«).
  • Negative Stressverarbeitungsmaßnahmen, die Stress vergrößern (z.B. »Gedankliche Weiterbeschäftigung«).
  • Unspezifische Stressverarbeitungsmaßnahmen, die im Einzelfall zu interpretieren sind (z.B. »Aggression«).

Neben der Stressverarbeitung wurden auch die Auswirkungen der Intervention auf das Körperbild der Probanden untersucht. Dieser Aspekt wurde berücksichtigt, da eine gute Körperwahrnehmung die Grundlage dafür ist, dass stressbedingte Symptome wie Müdigkeit, Verspannungen, Schlafprobleme und ähnliches überhaupt als solche wahrgenommen werden. Je früher adäquat auf derlei Symptome reagiert wird, desto weniger manifestiert sich Stress auf körperlicher oder psychischer Ebene als Krankheit. Das Körperbild meint in vorliegender Studie das subjektive Körpererleben einer Person, also das mentale Bild, das sich ein Mensch von seiner eigenen physischen Erscheinung macht. Es umfasst alle körperbezogenen Einstellungen und Gefühle und ist damit Teil unseres Selbstkonzeptes. Zur Erfassung des Körperbildes wurde der »Fragebogen zum Körperbild (FKB-20) nach Clement und Löwe« (1996) verwendet, der folgende zwei Dimensionen unterscheidet:

  • Vitale Körperdynamik (VKD) die beschreibt, wie viel Kraft, Fitness und Gesundheit empfunden wird und körperintensive Aktivitäten wie Sexualität und Tanzen erfasst.
  • Ablehnende Körperbewertung (AKB) die die wertende Beschreibung der eigenen Körpererscheinung erfasst sowie das Gefühl der Stimmigkeit und des Wohlbefindens im eigenen Körper.

Ergebnisse der Studie
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass sowohl die Stressverarbeitung als auch das Körperbild der Probanden durch die Intervention positiv beeinflusst wurde und die Studienresultate belegten sogar Langzeiteffekte - und das bei nur fünf Klangmassagen!

Stressverarbeitung
Hinsichtlich der Stressverarbeitung kam es zu einer Zunahme der „positiven Stressverarbeitungsmaßnahmen« und einer Abnahme der »negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen, was jeweils eine positive Auswirkung auf die Stressverarbeitung bedeutet.


Abb. 2: Grafische Darstellung der Bewertung der »Positiven Stressverarbeitungsmaßnahmen« und »Negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen« im Gesamten im Vergleich zu den drei Messzeitpunkten.


Insgesamt wurden 10 verschiedene »positive Stressverarbeitungsmaßnahmen« erhoben. Bei 4 davon konnte zu MZP 2 eine signifikante Veränderung belegt werden, die jeweils positiv gerichtet war. Hierzu zählen die Stressverarbeitungsmaßnahmen »Entspannung«, »Herunterspielen durch Vergleichen mit anderen«, »Bagatellisierung« und »Schuldabwehr« (vgl. Abb. 3).


Abb. 3: Grafische Darstellung der Bewertung der (zu MZP 2 signifikant) beeinflussten »positiven Stressverarbeitungsmaßnahmen« zu den drei Messzeitpunkten.

Bei all diesen Stressverarbeitungsmaßnahmen konnte, außer bei »Entspannung«, zu MZP 3 keine signifikante Veränderung belegt werden. D.h. die Werte blieben 5 Wochen über die Intervention hinaus stabil. Damit konnte ein Langzeiteffekt der Intervention auf die Stressverarbeitungsmaßnahmen »Herunterspielen durch Vergleichen mit anderen«, »Bagatellisierung« und »Schuldabwehr«. belegt werden. Überraschender Weise kam es bei der Stressverarbeitungsmaßnahme »Entspannung« sogar noch zu einer weiteren positiven Beeinflussung des Wertes über die Intervention hinaus. Dies weist auf eine nachhaltige positive Wirkung der Intervention auf diese Stressverarbeitungsmaßnahme hin.

Nicht beeinflusst wurden die »positiven Stressverarbeitungsmaßnahmen« »Ablenkung«, »Ersatzbefriedigung«, »Situationskontrolle«, »Reaktionskontrolle«, »Selbstbestätigung« und »Positive Selbstinstruktion«. Entsprechend wurde auch kein Langzeiteffekt auf diese Stressverarbeitungsstrategien untersucht.
Es kam bei keiner der »positiven Stressverarbeitungsmaßnahmen« zu einer negativen Beeinflussung.

Bei den »negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen« kam es bei 5 von 6 erhobenen Strategien im Vergleich von MZP 1 zu MZP 2 zu einer signifikanten Veränderung. Hierzu zählten die Stressverarbeitungsmaßnahmen »Gedankliche Weiterbeschäftigung«, »Resignation«, »Selbstmitleid«, »Flucht« und »Selbstbeschuldigung« (vgl. Abb.4).


Abb. 4: Grafische Darstellung der Bewertung der (zu MZP 2 signifikant) beeinflussten »negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen« zu den drei Messzeitpunkten.

Bei der Stressverarbeitungsmaßnahme »Flucht« kam es zu keiner signifikanten Veränderung im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3, d.h., hier war die Veränderung über 5 Wochen nach Beendigung der Intervention hinaus stabil. Damit konnte belegt werden, dass die Intervention einen Langzeiteffekt auf diese Maßnahme hatte. Bei den Stressverarbeitungsmaßnahmen »Gedankliche Weiterbeschäftigung«, »Resignation«, »Selbstmitleid« und »Selbstbeschuldigung« hingegen kam es zu einer signifikanten Veränderung der Werte. Überraschenderweise wies diese Veränderung dieselbe Richtung wie die Veränderung von MZP 1 zu MZP 2 auf. D.h., es kam zu einer weiteren positiven Beeinflussung der genannten »negativen Stressverarbeitungsstrategien« 5 Wochen über die Intervention hinaus. Dies weist auf eine nachhaltige positive Wirkung der Intervention auf diese Stressverarbeitungsmaßnahmen hin.
Keine Auswirkung der Intervention konnte auf die Stressverarbeitungsmaßnahme »Soziale Abkapselung« verzeichnet werden. Entsprechend wurde auch kein Langzeiteffekt untersucht.
Es kam bei keiner der »negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen« zu einer negativen Beeinflussung.
Bei den unspezifischen Stressverarbeitungsmaßnahmen konnte bei 2 von 4 Maßnahmen eine signifikante Veränderung im Vergleich von MZP 1 zu MZP 2 verzeichnet werden. Dies waren die unspezifischen Stressverarbeitungsmaßnahmen »Vermeidung« und »Aggression« (vgl. Abb. 5).


Abb. 5: Grafische Darstellung der Bewertung der (zu MZP 2 signifikant) beeinflussten »unspezifischen Stressverarbeitungsmaßnahmen« zu den drei Messzeitpunkten.

Bei der Stressverarbeitungsmaßnahme »Vermeidung« kam es zu keiner signifikanten Veränderung der Werte im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3, d.h., die Auswirkung auf diese Stressverarbeitungsmaßnahme war über 5 Wochen nach Beendigung der Intervention hinaus stabil. Damit konnte ein Langzeiteffekt auf diese Stressverarbeitungsstrategie belegt werden. Bei der Stressverarbeitungsmaßnahme »Aggression« kam es überraschender Weise im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3 zu einer weiteren positiven Veränderung der Werte, was auf eine nachhaltige Wirkung der Intervention auf diese Maßnahme hinweist.

Nicht beeinflusst wurden die beiden unspezifischen Stressverarbeitungsmaßnahmen »Soziales Unterstützungsbedürfnis« und »Pharmakaeinnahme«. Daher wurde auch kein Langzeiteffekt auf diese Maßnahmen untersucht.

Auch wenn die Veränderungen der »unspezifischen Stressverarbeitungsmaßnahmen« jeweils im Einzelfall zu prüfen sind, ist der Rückgang der Werte bei der Maßnahme »Aggression« doch tendenziell positiv zu bewerten.

Körperbild
In Hinblick auf das Körperbild belegen die Ergebnisse eine positive Beeinflussung des Körperbildes durch die Intervention im Vergleich von MZP 1 zu MZP 2. Es kam zu einer Zunahme der »Vitalen Körperdynamik« sowie zu einer Abnahme der »Ablehnenden Körperbewertung« im Vergleich von MZP 1 zu MZP 2, was jeweils eine positive Beeinflussung bedeutet (vgl. Abb. 6).


Abb. 6: Grafische Darstellung der Bewertung der »Vitalen Körperdynamik« und der »Ablehnenden Körperbewertung« zu den drei Messzeitpunkten.

Im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3 kam es bei der »Vitalen Körperdynamik« zu keiner signifikanten Veränderung, d.h. der Wert blieben über 5 Wochen nach Beendigung der Intervention hinaus stabil. Damit konnte ein Langzeiteffekt der Intervention auf die VKD belegt werden. Unerwarteter Weise kam es bei der »Ablehnenden Körperbewertung« kam es im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3 zu einer weiteren signifikanten Veränderung des Wertes, wobei diese positiv gerichtet war. Dies weist darauf hin, dass die Intervention eine nachhaltige Wirkung auf die AKB hat.

Es kam in Bezug auf das Körperbild zu keiner negativen Beeinflussung durch die Intervention.

Zusammenfassung der Ergebnisse
Diese Pilotstudie konnte erstmalig empirische Belege dafür liefern, dass die Intervention »Peter Hess-Basis-Klangmassagen« positive Auswirkungen auf Stressverarbeitung und Körperbild der Klienten (Probanden) hat.

Im Hinblick auf die Stressverarbeitung konnte bei 4 von 10 »positiven Stress-verarbeitungsmaßnahmen«, bei 5 von 6 »negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen« sowie bei 2 von 4 »unspezifischen Stressverarbeitungsmaßnahmen« eine signifikante Veränderungen der Werte im Vergleich von MZP 1 zu MZP 2 belegt werden. Die Veränderung der »pos. SVM« und »neg. SVM« sind jeweils positiv zu bewerten, die der »unspez. SVM« sind im Einzelfall zu interpretieren.

Im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3 konnten zum Teil Langzeiteffekt belegt werden. Überraschender Weise zeigten die Ergebnisse zum Teil sogar noch weitere positive Veränderungen über die Intervention hinaus. Dies weist auf eine nachhaltige Wirkung der Intervention hin. Dies gilt es in zukünftigen Forschungen noch näher zu untersuchen. Interessant war zudem, dass es bei keiner der beeinflussten Werte zu einem Rückgang der Werte im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3 kam.

In Hinblick auf das Körperbild kam es zu einer Zunahme der Werte der »Vitalen Körperdynamik« und zu einer Abnahme der Werte der »Ablehnenden Körperbewertung« im Vergleich von MZP 1 zu MZP 2, was jeweils eine Verbesserung des Körperbildes bedeutet.
Auch hier konnte bei der »Vitalen Körperdynamik« ein Langzeiteffekt im Vergleich von MZP 2 zu MZP 3 belegt werden. Bei der »Ablehnenden Körperbewertung« kam es überraschender Weise sogar noch über die (5 Wochen nach Ende der) Intervention hinaus zu einer weiteren signifikanten Veränderung der Werte, die positiv gerichtet war. Dies weist auf eine nachhaltige Wirkung der Intervention auf die ABK hin, was ebenfalls noch in weiteren Untersuchungen zu prüfen ist.

Die Ergebnisse der Studie lassen die Vermutung zu, dass die Intervention die »negativen« Tendenzen in Hinblick auf Stressverarbeitung und Körperbild häufiger bzw. stärker oder nachhaltiger zu beeinflussen scheinen, als die positiven. Auch dies gilt es in weiteren Untersuchungen zu prüfen.

Kernbefunde
Diese Ergebnisse lassen sich in folgende Kernbefunde zusammenfassen:

  • Die Intervention »Peter Hess-Basis-Klangmassagen« zeigt Auswirkungen auf Stressverarbeitung und Körperbild.
  • Die in vorliegender Studie aufgezeigten Auswirkungen können durchweg als positiv betrachtet werden - bis auf die Veränderungen der »unspezifischen SVM«, die im Einzelfall zu bewerten sind.
  • Es kam zu keiner negativen Wirkung der Intervention.
  • Es konnten zum Teil Langzeiteffekte belegt werden.
  • Überraschender Weise kam es zum Teil sogar noch nach Beendigung der Intervention zu einer weiteren positiven Beeinflussung der Werte.

Auch wenn die Veränderungen der Werte auf den ersten Blick gering scheinen mögen, so sind sie doch von einer großen Bedeutung für die Praxis bzw. den Einzelfall. Hierzu nachfolgend einige ergänzende Fallbeispiele.

Ergänzende Einblicke in ausgewählte Fallbeispiele
Um über die Datenerhebung mit den standardisierten Fragebögen hinaus (subjektive) Einblicke in die Einzelfälle zu erhalten, dokumentierten die autorisierten Klangmassagepraktiker/-innen den Interventionsverlauf anhand eines nicht standardisierten Fragebogens. Darin wurden sowohl ihre Beobachtung wie auch Aussagen der Klienten in den jeweiligen Klangsitzungen festgehalten.
Bei dieser qualitativen Dokumentation wurden auch Anliegen bzw. Beschwerden notiert, die die Probanden beim ersten Treffen (bei der ersten Klangmassage) nannten. Besonders häufig wurden stressbedingte Symptome wie Schlafprobleme, innere Unruhe sowie Verspannungen (v.a. im Schulter- und Nackenbereich) genannt.

Fallbeispiel 1: Eine Probandin, 41 Jahre, klagte über Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich, über innere Unruhe, Angespanntheit und einen unruhigen Nachtschlaf. Nachts liegt sie häufig wach im Bett und grübelt. Nach der ersten Klangmassage sagte sie im Nachgespräch, dass die Verspannungen nachgelassen haben und sie sich fühlt, als hätte sie eine Nacht durchgeschlafen - wach und fit. Im Laufe der folgenden Klangsitzungen verbessert sich ihr Schlafverhalten zunehmend bis hin zu einem sehr guten Nachtschlaf, nach dem sie sich morgens gut ausgeschlafen fühlt. Auch ihre Schulter- und Nackenbeschwerden verbessern sich von Mal zu Mal. Nach der vierten Klangmassage hat sie keine körperlichen Beschwerden mehr und nach der fünften Klangmassage berichtet sie der Peter Hess-Klangmassagepraktikerin, dass sie sich allgemein ruhiger und ausgeglichener fühlt und in Stresssituationen eine innere Gelassenheit wahrnimmt.

Fallbeispiel 2: Eine weitere Probandin im Alter von 46 Jahren klagt beim ersten Treffen über innerer Unruhe, Kopfschmerzen und dass sie sich über vieles sehr aufregt. Nach der zweiten Klangmassage sagt sie: »Ich bin etwas ruhiger geworden, die Klangmassage beruhigt wirklich«. Nach der dritten Klangmassage äußert sie: »Ich rege mich nur noch selten auf, habe weniger Kopfschmerzen und bin viel ruhiger geworden«. Nach der fünften Klangmassage resümiert sie, dass sie sich jetzt sehr wohl mit sich und ihrer Umwelt fühlt. Sie hat nur noch sehr selten Kopfschmerzen und ist innerlich sehr ruhig. Sie möchte zukünftig regelmäßig zur Klangmassage kommen.

Fallbeispiel 3: Eine andere Probandin im Alter von 61 Jahren benennt beim ersten Treffen ihre »allgemeine Umtriebigkeit« als ein Anliegen, dass sie durch die Klangmassagen zu verbessern hofft. Nach der zweiten Klangmassage sagt sie im Nachgespräch, dass sie überrascht ist, denn sie kann doch sonst nicht ruhig liegen und nun sei sie eingeschlafen. »Ich fühle mich wie neu geboren!«, ist ihre Aussagen nach der vierten Klangmassage und nach der fünften Klangmassage äußert sie spontan: »Ich war der Ton.« Sie berichtet ferner von einer absoluten Entspannung und »Einheitserfahrung«. Sie bedauert, dass die fünf Termine schon um sind und vereinbart einen weiteren Termin für die Zeit nach der fünf Wochen Interventionspause.

Fallbeispiel 4: Ein 27-jähriger Proband klagt über Verspannungsschmerzen im Schulterbereich.»Das kribbelt alles«, sagt er im Nachgespräch nach der ersten Klangmassage. Zu Beginn der dritten Klangmassage berichtet er: »Ich merke eine Veränderung in der Schulter«. Am Ende der Intervention (nach der fünften Klangmassage) sind seine Schmerzen weg und er schildert den Schulterbereich als entspannt.

Fallbeispiel 5: Eine Probandin im Alter von 43 Jahren erzählt, dass sie nach etwa einer halben Stunde Autofahren immer Rückenschmerzen bekommt, die Spätfolgen einer alten Verletzung sind, die sie sich beim Judo im Rückenbereich zugezogen hatte. Nach der ersten Klangmassage schildert sie ihre gemachte Erfahrung während der Klangmassage: »Es war unbeschreiblich, nicht mit Worten zu beschreiben, ich hatte das Gefühl im Raum zu schweben, abzutauchen und wegzufliegen«. Sie fühlt sich nach dieser Klangsitzung »sehr frei«. Bereits bei der zweiten Klangsitzung berichtet sie verwundert, dass sie nach der ersten Klangmassage keine Schmerzen mehr beim Autofahren bekommen hat. Nach der zweiten Klangmassage sagt sie im Nachgespräch, dass sie das Gefühl hat, Probleme besser loslassen zu können, dass sie während der Klangmassage sehr gut abschalten kann und dass sich bei ihr durch die Klangmassage »ein Gefühl tiefer Geborgenheit und einer schönen inneren Ruhe« ausgebreitet hat. Sie berichtet auch in den folgenden Sitzungen von einem »freien und gelösten Gefühl in dem Schmerzbereich«, das auch bis zum Ende der Intervention anhält. Nach der fünften Sitzung sagt sie, dass sie ganz fasziniert über die Wirkung der Klänge sei und die Schwingungen durch den ganzen Körper fließen spürt, sie hat das Gefühl, als würden die Knochen immer noch lange nachschwingen. Sie sagt: »Die Schalen sind einfach toll, so unterschiedlich und lang anhalten« und dass sie das Gefühl hat, »dass die Schalen alles in Ordnung bringen«.

Fallbeispiel 6: Eine 44-jährige Probandin schildert beim ersten Treffen, dass sie sich erschöpft fühlt und unter Unruhe leidet. In Folge der ersten Klangmassage berichtet sie, dass es ihr leichter fällt, ihre aktuelle Lebenssituation zu akzeptieren. Im Vorgespräch der dritten Klangmassage beschreibt sie, dass sich zeitweise »ein neues Gefühl von mehr Ruhe« bei ihr eingestellt hat. Nach der vierten und fünften Klangmassage schildert sie, dass sie ein gutes Körpergefühl hat, sich innerlich ruhiger fühlt und eine Gelassenheit und neue Energie in sich wahrnimmt. Sie möchte weiterhin, alle 2-3 Wochen, zur Klangmassage kommen.

Fallbeispiel 7: Eine Probandin im Alter von 45 Jahren klagt über Nacken- und Schulterverspannungen, Verdauungsprobleme, sexuelle Unlust sowie gelegentlich Kopfschmerzen. In der Woche nach der ersten Klangmassage hatte sie keine Kopfschmerzen. Sie berichtet im Vorgespräch der zweiten Klangmassage, dass sie es das erste Mal geschafft hat, in einem Streitgespräch ruhig zu bleiben. Am Ende der Intervention berichtet die Klientin rückblickend: »Früher war mir ein Mal pro Woche zum Weinen, jetzt nicht mehr«. Sie berichtet weiter, dass sie insgesamt mehr innere Ruhe fühlt und nicht mehr unter Verstopfung leidet. Sie sagt, dass am Abend nach der Klangmassage die Kopfschmerzen sowie die Nacken- und Schulterverspannungen weg sind und sie dann sehr gut schläft. Insgesamt spürt sie mehr innere Ruhe, ist gelassener - besonders in Konfliktsituationen - und fühlt sich viel ausgeglichener. Sie sagt ihre Haltung in Bezug auf ihren Beruf war früher: »Warum tu ich mir das an?«, das hat sich verändert und sie kann jetzt »ihren Weg« gehen.

Fallbeispiel 8: Ein männlicher Proband, 40 Jahre, berichtet davon, dass er berufsbedingt oft unter starkem Termindruck steht und klagte über Schulter- und Nackenverspannungen. Er ist der Methode der Klangmassage gegenüber skeptisch, aber auch neugierig. Bereits bei der ersten Klangmassage kann er sich schnell einlassen und gut entspannen, fühlt aber seine Füße »wie abgeschnitten«, so der Proband im Nachgespräch. Im Vorgespräch der zweiten Sitzung berichtet er freudig: »Ich bin ganz entspannt in eine schwierige Besprechung gegangen« und nach der Klangmassage sagt er: »Ich fühle mich wie ausgewechselt - mein Kopf liegt genauso, wie er liegen sollte und es tut nichts weh«. Nach der dritten Klangmassage äußert er überrascht: »Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut loslassen kann«. Resümierend sagt er nach der fünften Klangmassage, dass er sich sehr wach und entspannt fühlt und seinen Alltag »als weniger besorgniserregend« erlebt. Er sagt: »Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut, vielleicht gelingt es mir jetzt auch, an Gewicht abzunehmen«. Auch seiner Frau sei aufgefallen, dass er sich weniger Sorgen macht, so der Proband. Während der Zeit der Klangmassagen stand bei diesem Probanden eine berufliche Veränderung (Stellenwechsel) an. Er sagt, dass ihm die Klangbehandlungen geholfen haben »sich gut und geerdet zu fühlen, seine Wünsche ohne Scheu zu äußern und zum Schluss alles genauso zu bekommen, wie er es sich gewünscht hatte«. l

Fallbeispiel 9: Bei einem 58-jährigen Probanden lagen innere Unruhe, Schlaflosigkeit und gelegentliche Rückenbeschwerden vor. Er berichtet, dass er viel im Sitzen arbeitet und eine Prüfung bevorsteht. Nach der ersten Klangmassage war er sehr angetan von deren Wirkung. Bei den Klangmassagen schlief er immer wieder mal ein. Rückblickend sagte der Proband, dass ihm die Klangbehandlungen halfen, besser zu lernen, indem er auf verschiedenes verzichtet hat - »…und es fiel leichter als vermutet!«, so der Proband. Er hat sich ein Modell für die Zukunft überliegt, wie er die Arbeit besser bewältigen will, indem er neue Wege geht! Die Prüfung hatte er, trotz hohem Prüfungsstress und gegen alle Erwartungen, auf Anhieb bestanden.

Fallbeispiel 10: Eine 52-jährige Probandin, die in Belastungssituationen an Durchschlafschwierigkeiten leidet berichtet, dass sie in der Woche nach der Klangmassage jeweils gut durchschlafen kann. Sie sagte nach der fünften Klangmassage: »Schon bei dem Gedanken an die Klangmassage setzt die Entspannung ein«.

Schlussfolgerung
Die Pilotstudie liefert erste empirische Belege für die Wirkung der Peter Hess-Basis-Klangmassage. Sie bietet zahlreiche Ansatzpunkte für weitere Forschungen und interessante Ergebnisse für verschiedene Praxisfelder wie Gesundheitsprävention, Pädagogik oder Therapie. Ergänzend geben die Fallbeispiele Einblick in die subjektive Wahrnehmung der Wirkung der Klangmassage durch die Probanden selbst.

Abschließend kann gesagt werden, dass die Klangmassage hervorragend zur Stärkung der eigenen Gesundheit genutzt werden kann. Sie kann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung sowie eine gute Körperwahrnehmung unterstützen, die wichtiger Bestandteile einer ganzheitlichen Gesundheitsprävention sind. Damit kann sie zur Vermeidung bzw. Minderung der zahlreichen, stressbedingten körperlichen Symptome bzw. Diagnosen, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Depression, Diabetes, Rücken- und Kopfschmerzen oder Schlafstörungen beitragen, von denen ein Großteil der Bevölkerung heute betroffen ist.

Weitere Infos
Ein ausführlicher Bericht zu dieser Studie findet sich ferner in dem Beitrag »Peter Hess-Basis-Klangmassage als Methode der Stressverarbeitung und Auswirkungen auf das Körperbild« in: Hess, Peter / Koller, Christina M. (2009): Peter Hess-Klangmethoden im Kontext von Forschung und Wissenschaft. Verlag Peter Hess: 2010

Weitere Information zur Studie bzw. der Peter Hess-Klangmassage sind erhältlich unter: www.peter-hess-institut.de

Eine Kurzfassung der Studie als Powerpoint-Präsentation kann hier heruntergeladen werden.

Die Kurzfassung der Studie kann hier auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die gesamte Studie kann als Druckversion gegen einen Selbstkostenpreis in Höhe von 19,90 Euro zuzügl. Versandkosten (1,50 Euro) vorbestellt werden.

Bitte das Formular ausfüllen:

Gesundheit stärken mit Peter Hess-Klangmassage

Peter Hess bei einer KlangmassageGalten Klangschalen vor etwa 10 Jahren noch als „exotisch“ und wurde ihre Anwendung zur Entspannung oder gar in Pädagogik, Therapie oder Medizin von Skeptikern schnell als „esoterischer Humbug“ abgetan, so kann zunehmend belegt werden, dass es sich dabei um ein wirksames Medium handelt, das in der Hand einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft vielseitig und effektiv zum Einsatz kommen kann.

Der Dipl. Ingenieur für physikalische Technik Peter Hess entwickelte 1984 die nach ihm benannte Methode der Klangmassage. Bei der Peter Hess*- Klangmassage werden verschiedene Klangschalen auf den bekleideten Körper positioniert und sanft angeschlegelt. Dabei wird ein akustischer und vibrotaktiler Reiz gesetzt, der hoch komplexe und vielschichtige Wirkungen auf allen Ebenen des Seins bewirkt - körperlich, geistig, seelisch.

Nach mehr als 20 Jahren Praxis kann hier auf unzählige positive Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen zurückgeblickt werden. Zahlreiche Publikationen, wie die aus dem Verlag Peter Hess geben hier Einblicke und haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die vielfältige Wirkung der Klangmassage in fachlich fundierten Modellen immer besser und detaillierter erklärt werden kann. Zunehmend findet diese Methode auch von wissenschaftlicher Seite Beachtung. Der Europäische Fachverband Klang-Massage-Therapie e.V. hatte in Kooperation mit dem Institut Dr. Tanja Grotz (Kollnburg) 2008 erstmalig eine wissenschaftliche Untersuchung zur Wirkung der Peter Hess-Basis-Klangmassage durchgeführt.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung sowie eine gute Körperwahrnehmung sind wichtige Bestandteile einer Gesundheitsprävention und können zu einer Vermeidung der zahlreichen, stressbedingten körperliche Symptome bzw. Diagnosen, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Depression, Diabetes u.v.m. beitragen, von denen ein Großteil der Bevölkerung heute betroffen ist. Daher sollte im Rahmen der Untersuchung die Wirkung der Klangmassage auf Stressverarbeitung und Körperbild näher betrachtet werden.

Hierzu erhielten in einer empirischen Längsschnittstudie 201 Probanden fünf im wöchentlichen Abstand durchgeführte Peter Hess-Basis-Klangmassagen. Sie wurden mittels standardisierter Methoden vor der ersten, nach der fünften und fünf Wochen nach der letzten Klangmassage untersucht. Die Ergebnisse der Pilotstudie belegen eine signifikant positive Beeinflussung sowohl der Stressverarbeitung als auch des Körperbildes - und das bei nur fünf Klangmassagen!

Es konnte ein Rückgang der negativen Stressverarbeitungsmaßnahmen (wie gedankliche Weiterbeschäftigung, Resignation oder Selbstmitleid) und ein Anstieg der positiven Stressverarbeitungsmaßnahmen (wie Entspannung, Herunterspielen der eigenen Situation durch Vergleichen mit anderen oder Schuldabwehr) belegt werden.

Auch das Körperbild, also die Wahrnehmung, Einstellung und Bewertung des eigenen Körpers, wurde durch die Klangmassagen positiv beeinflusst. Es konnte eine Abnahme der negativen Aspekte (Ablehnende Körperbewertung) sowie eine Zunahme der positiven Aspekte (Dynamisch Körperbewertung) belegt werden.

Besonders beeindruckend war, dass ein Großteil der Veränderungen sowohl hinsichtlich der Stressverarbeitung als auch in Hinblick auf das Körperbild einen „Langzeiteffekt“ aufwies, der auch noch bei einer Befragung, fünf Wochen nach der letzten Klangmassage, ersichtlich war. Überraschender Weise kam es sogar bei einigen Stressverarbeitungsmaßnahmen sowie bei der Ablehnenden Körperbewertung über die Klangmassagen hinaus zu einer weiteren positiven Veränderung der Werte.

Damit liefern die Ergebnisse dieser Untersuchung erste empirische Hinweise auf die positive Wirkung der Peter Hess-Klangmassage.

Das Peter Hess Institut, das eng mit dem Europäischen Fachverband Klang-Massage-Therapie e.V. zusammenarbeitet, kooperiert ebenfalls mit verschiedenen Einrichtungen hinsichtlich der vermehrten wissenschaftlichen Erforschung der Peter Hess-Klangmassage und der auf ihr aufbauenden Peter Hess-Klangmethoden. Zum Beispiel weisen erste Experimente an der Autonom Health GesundheitsbildungsGmbH (Wien) darauf hin, dass die Klangmassage Regenerations- und Reorganisationsprozesse im menschlichen Körper positiv beeinflusst (Stichwort: Selbstheilungskräfte) - und dies nicht nur bei der Person, die die Klangmassage erhält, sondern auch bei dem Klangmassagepraktiker, also der Person, die die Klangmassage gibt. Dies macht diese Methode gerade für Menschen aus helfenden Berufen, die selbst oft von Burn-out bedroht sind, besonders interessant. Messungen der Medizinerin Dr. Kerstin Gommel vom Institut für Kommunikation und Gehirnforschung (Stuttgart) weisen darüber hinaus auf die positive Auswirkung der Klangmassage auf Denk- und Lernprozesse hin.
Weitere gezielte Forschungen sind in Planung, so dass hier in den nächsten Jahren mit interessanten Ergebnissen zu rechnen ist.

Eines kann jedoch schon jetzt gesagt werden: Als ganzheitliche Entspannungsmethode kann die Peter Hess-Klangmassage einen sinnvollen und wertvollen Beitrag zur Stressprävention und Gesunderhaltung leisten

*Peter Hess ist eine europaweit geschützte Marke.