Heilsame Prozesse durch Wort und Klang unterstützen

 

3. Fachkongress vom 29.09.-01.10 2017

 

Eröffnungsvortrag am 29.09.2017:
Heilsame Prozesse durch Wort und Klang unterstützen

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Worte können eine große Wirkung entfalten. Diese kann sich in verschiedenen Emotionen, wie Freude, Wut, Angst usw. ausdrücken, in Reaktionen des vegetativen Nervensystems und in der Körperenergie.
Fällt beispielsweise ein Mensch durch eine Prüfung, so kann dies ein Außenstehender oft schon an der gebeugten Körperhaltung, am enttäuschten Gesichtsausdruck und an der gesamten Ausstrahlung erkennen. Der Mensch wirkt niedergeschlagen und vielleicht sehen wir Tränen in den Augen?

In dem Buch „Die verlorene Kunst des Heilens“ beschreibt der Autor Bernhard Lown, dass bestimmte Worte regelrecht Schaden anrichten können. Der Begriff Nocebo ist als das Gegenteil von Placebo zu verstehen. Er bedeutet: Ich werde schaden.
Wenn ein Arzt sagt: „Ihr Rücken ist Schrott, da kann man nichts mehr machen“, dann geht es dem Patienten vielleicht genauso, wie demjenigen, der durch die Prüfung durchgefallen ist. Auch dieser wirkt niedergeschlagen und seine Haltung verändert sich so, dass der Arzt womöglich Recht behält:

Denn die Gelenke werden durch das Zusammensinken immer ungünstiger belastet, der Verschleiß schreitet fort. Es entsteht eine sogenannte „sich selbst bewahrheitende Vorhersage“ oder „self fulfilling prophecy“.
Was wäre nun, wenn der Arzt stattdessen sagte: Richten Sie sich bitte mehrfach am Tag auf und achten Sie darauf, sich gut in alle Richtungen zu dehnen. Wir lösen jetzt mehrere Blockaden, dann wird es Ihnen schon viel besser gehen.
Und wie sieht der Mensch aus, der seine Prüfung bestanden hat? Er atmet erleichtert auf, richtet sich auf und sein Brustkorb wird weit. Eine freudige Energie ist wahrzunehmen. Er lächelt und vielleicht sprühen die Augen sogar vor Freude.
Welche Worte richte ich an mich selbst? Gehe ich im inneren Dialog wertschätzend mit mir selbst um, oder mache ich mich selbst schlecht?

Wie kann ich als Klangmassagepraktiker oder Klangtherapeut lernen, meine Worte in heilsamer Weise mir und anderen Menschen gegenüber einzusetzen?
Gemeinsam wollen wir Beispiele durchdenken, die uns helfen, achtsam mit Worten und Klängen uns selbst und unseren Klienten/Patienten zu begegnen.

Pohl Hauptmann Dr. med. Maren Pohl-Hauptmann, MA
1964 in Wolfenbüttel geboren, Besuch eines Orff'schen Kindergartens. Ab 1983 Studium der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. 1997 Fachärztin für Allgemeinmedizin, seit 1998 niedergelassene Hausärztin, seit 2003 in eigener Praxis in Hankensbüttel.
Zusatzbezeichnungen in Akupunktur, Manualtherapie, Naturheilverfahren. Ausbildung in systemischer Ostheopathie seit 2009.
2009 Ausbildung Klangtherapie bei Prof. Hartmut Schröder. Master of Arts im Intrag Studiengang für Komplementäre Heilkunde und Kulturwissenschaften. Dozentin für systemische Osteopathie (Manufit) seit 2013. Weitere Ausbildungen: Homöopathie, Hypnose, Bodytalk, Nordic walking und Autogenes Training. Peter Hess®-Klangmassagepraktikerin seit 2014.

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